Ein selbst gebastelter Wichtel ist im Advent ein schönes Projekt für einen Nachmittag am Küchentisch. Die meisten Ideen hier kommen mit dem aus, was ihr ohnehin zu Hause habt: eine leere Klopapierrolle, eine einzelne Socke, ein Tannenzapfen vom letzten Spaziergang. Wir zeigen dir fünf Wege, einen Wichtel zu basteln, von ganz einfach für Kleinkinder bis zum gehäkelten Wichtel für lange Abende.
INHALT
Wichtel aus Klopapierrolle
Wichtel aus einer Socke, ohne Nähen
Wichtel aus Tannenzapfen
Wichtel aus Tannenzweigen
Wichtel häkeln
Tipps zum Wichtel basteln mit Kindern
Häufige Fragen
Welcher Bastel-Wichtel passt zu euch?
- Klopapierrolle: ab 3 Jahren, etwa 15 Minuten, alles aus dem Haushalt
- Socke: ab 5 Jahren mit Hilfe, etwa 20 Minuten, ohne Nähen
- Tannenzapfen: ab 3 Jahren, etwa 10 Minuten, schön als Tischdeko
- Tannenzweige: ab 6 Jahren mit Hilfe, etwa 30 Minuten, duftet nach Wald
- Häkeln: für Erwachsene mit etwas Häkel-Erfahrung, ein bis zwei Abende
Wichtel aus Klopapierrolle basteln
Der Klassiker für die Kleinsten: Aus einer leeren Rolle wird mit Mütze, Bart und Nase in wenigen Minuten ein Wichtel. Schneiden und Kleben übernehmen ältere Kinder selbst, bei Kleinkindern schneidest du die Teile vor.
Du brauchst: eine leere Klopapierrolle, rotes oder graues Tonpapier, weißes Papier oder Watte für den Bart, einen Pompon oder eine kleine Holzkugel für die Nase, Kleber und Schere.
1. Rolle
Stell die leere Klopapierrolle hin. Wer mag, beklebt sie vorher mit grauem oder rotem Papier.
2. Mütze
Schneide aus Tonpapier einen Viertelkreis aus, roll ihn zur spitzen Tüte und klebe sie oben auf die Rolle. Sie darf ruhig bis über die Augen rutschen.
3. Bart
Schneide einen langen, spitzen Bart aus weißem Papier oder zupf etwas Watte zurecht und klebe ihn direkt unter die Mütze.
4. Nase
Eine runde Nase aus Pompon, Holzkugel oder Papier kommt genau zwischen Mütze und Bart.
5. Bommel
Zum Schluss ein kleiner Bommel aus Watte oder Wolle auf die Mützenspitze. Fertig ist der Wichtel.
Wichtel aus einer Socke basteln, ganz ohne Nähen
Für diesen Wichtel brauchst du keine Nähmaschine. Er steht von allein, ist schön schwer und sieht aus wie gekauft. Die einzelne Socke, deren Partner seit Monaten verschwunden ist, hat endlich wieder eine Aufgabe.
Du brauchst: eine einzelne Socke für den Körper, eine zweite Socke oder einen Stulpen für die Mütze, etwa zwei Tassen Reis, zwei Haargummis, ein Stück Kunstfell oder Watte für den Bart, eine Holzkugel für die Nase, Heißkleber (nur für Erwachsene).
- Körper füllen: Fülle den Fuß der Socke mit Reis, bis eine runde Form entsteht, etwa so groß wie eine Orange. Darüber kommt etwas Watte, damit der Kopf locker bleibt.
- Zubinden: Knote die Socke über der Füllung mit einem Haargummi zu und schneide den Rest ab.
- Mütze: Schneide von der zweiten Socke das Bündchen ab und zieh es über die obere Hälfte. Oben bindest du es mit dem zweiten Haargummi zur Zipfelmütze zusammen.
- Bart und Nase: Klebe den Bart direkt unter die Mütze und setze die Nase darauf. Den Heißkleber übernimmt ein Erwachsener.
Tipp: Statt Reis gehen auch getrocknete Linsen. Für kleine Kinder lieber eine dicht verschlossene Socke nehmen und nicht unbeaufsichtigt damit spielen lassen.
Wichtel aus Tannenzapfen basteln
Der schnellste Wichtel von allen und eine schöne Tischdeko. Sammelt bei eurem nächsten Spaziergang ein paar Zapfen, die gerade stehen können.
Du brauchst: Tannen- oder Kiefernzapfen, Filz oder Tonpapier für die Mütze, Watte für den Bart, eine kleine Holzkugel für die Nase, Kleber.
- Den Zapfen mit der breiten Seite nach unten hinstellen. Wackelt er, unten ein paar Schuppen abknipsen.
- Aus Filz oder Tonpapier eine kleine Tüte formen und als Mütze auf die Spitze kleben.
- Watte als Bart unter die Mütze zupfen und kleben, die Nase obendrauf. Fertig.
Mehrere Zapfen-Wichtel in verschiedenen Größen sehen nebeneinander auf dem Fensterbrett wie eine kleine Wichtelfamilie aus.
Wichtel aus Tannenzweigen basteln
Dieser Wichtel duftet nach Wald und passt wunderbar auf den Adventstisch. Ihr braucht dafür einen Kegel als Grundform, der mit Zweigen beklebt wird. Am besten nehmt ihr Zweige von Nordmanntanne oder Fichte, die bleiben lange grün.
Du brauchst: einige kurze Tannenzweige, einen Kegel aus fester Pappe oder einen Styroporkegel (etwa 20 cm hoch), Draht oder Bindfaden, Filz für die Mütze, Kunstfell oder Watte für den Bart, eine Holzkugel für die Nase, Heißkleber (nur für Erwachsene).
- Grundform: Den Kegel auf einen festen Untergrund stellen.
- Zweige anbringen: Die Zweige von unten nach oben rund um den Kegel befestigen, mit Draht umwickeln oder ankleben. Die Spitzen zeigen nach unten, so entsteht ein buschiger Körper.
- Mütze: Aus Filz eine lange Zipfelmütze formen und über das obere Drittel stülpen.
- Gesicht: Bart unter die Mütze kleben, die Nase darauf setzen.
Mit ein paar Tropfen Wasser auf den Zweigen bleibt der Wichtel länger frisch. Steht er neben einer Kerze, unbedingt genug Abstand halten, trockene Zweige brennen schnell.
Wichtel häkeln
Für alle, die abends gern mit Wolle auf dem Sofa sitzen: Ein gehäkelter Wichtel hält viele Jahre und wird schnell zum Lieblingsstück. Er wird in Spiralrunden mit festen Maschen gehäkelt und besteht nur aus drei Teilen.
Du brauchst: Baumwollgarn in Grau oder Rot für die Mütze, in Beige oder Braun für den Körper, etwas Flauschgarn oder Kunstfell für den Bart, eine passende Häkelnadel (meist 3 bis 3,5), Füllwatte, eine Wollnadel.
- Körper: Mit einem Fadenring beginnen und Runde für Runde zunehmen, bis der Boden die gewünschte Größe hat. Danach ohne Zunahmen gerade nach oben häkeln, bis der Körper so hoch wie breit ist. Mit Watte füllen.
- Mütze: Ebenfalls mit einem Fadenring beginnen, aber nur in jeder zweiten oder dritten Runde zunehmen. So entsteht ein langer Kegel. Die Mütze ist fertig, wenn ihr Rand so weit ist wie der Körper.
- Nase und Bart: Eine kleine Kugel für die Nase häkeln, den Bart aus Flauschgarn oder Kunstfell zuschneiden. Mütze aufnähen, Bart und Nase darunter befestigen.
Wer zum ersten Mal Amigurumi häkelt, sucht sich am besten eine ausführliche Anleitung mit Maschenzahlen. Mit dem Grundprinzip oben weißt du schon, worauf es ankommt.
Tipps zum Wichtel basteln mit Kindern
- Vorbereiten: Material vorher in eine Kiste legen, dann kann es sofort losgehen und die Zeit am Tisch gehört dem Basteln.
- Kleber: Für Kinder reicht Bastelkleber. Heißkleber gehört in Erwachsenenhände.
- Kleine Teile: Holzkugeln und Pompons sind für Kinder unter drei Jahren nicht geeignet, weil sie verschluckt werden können.
- Gebt ihm einen Namen: Ein gebastelter Wichtel braucht natürlich einen Namen. Ideen gibt es bei unseren 140 Namen für Wichtel.
- Ein Zuhause: Neben der passenden Tür fühlt sich der Wichtel gleich wohl. Wie ihr eine baut, steht in unserer Anleitung zum Wichteltür basteln.
- Als Wichtel-Aufgabe: Der Wichtel kann sich in einem Brief einen Freund wünschen, den die Kinder für ihn basteln. Passende Briefe findest du in unseren Wichtelbriefen zum Ausdrucken.
Häufige Fragen
Was braucht man, um einen Wichtel zu basteln?
Für die einfachsten Varianten reichen eine Klopapierrolle oder ein Tannenzapfen, etwas Tonpapier, Watte für den Bart und Kleber. Für den Socken-Wichtel kommen eine Socke und Reis dazu.
Welcher Wichtel ist für Kleinkinder geeignet?
Der Wichtel aus Klopapierrolle und der Tannenzapfen-Wichtel. Schneide die Teile vor und lass dein Kind kleben. Verzichte bei Kindern unter drei Jahren auf kleine Holzkugeln und nimm eine Nase aus Papier.
Wie macht man einen Wichtel ohne Nähen?
Mit einer Socke, die mit Reis gefüllt und mit Haargummis zugebunden wird. Mütze, Bart und Nase werden nur aufgezogen oder angeklebt. Die Anleitung steht oben.
Wie lange hält ein Wichtel aus Tannenzweigen?
Mit frischen Zweigen von Nordmanntanne oder Fichte meist zwei bis drei Wochen. Ab und zu mit etwas Wasser besprühen und nicht direkt an die Heizung stellen.
DIE WICHTELPOST VON LACLARA
Der Wichtel ist gebastelt. Und was schreibt er morgen?
Abends tippst du kurz an, was los war, und bekommst den Brief mit dem Namen deines Kindes und einen Streich, der in 2 bis 10 Minuten aufgebaut ist. Jetzt in Ruhe einrichten, bis 20. November zum Einführungspreis.